In Deutschland tritt der Buchsbaumzünsler auch in warmen Jahren mit zwei Generationen pro Jahr auf (Abbildung rechts). Die etwa 4 cm großen Falter sind hellbraun-weiß gefärbt und schillern violett, es treten auch rein braune Formen auf. Sie leben etwas länger als eine Woche und legen etwa 150 Eier in unscheinbaren gelblichen Eigelegen mit bis zu etwa 20 Eiern auf der Blattunterseite ab. Die Raupen werden nach sechs bis sieben Larvenstadien etwa 4,5 cm lang. Die Verpuppung findet in einem mit Blättern versponnenen Kokon statt. Der Buchsbaumzünsler ruht im Winter als kleine Raupe in einem Kokon zwischen zwei Blättchen und überlebt Temperaturen von bis zu -12 °C. Nach der Überwinterung der jungen Larven beginnt ein erneuter Fraß im März / April. Nach einer Puppenruhe gegen Ende Mai erfolgt der Flug der ersten Generation. In der Regel ist dieser Flug in der ersten Junihälfte vergleichsweise gering. Mit der Eiablage ist ab Mitte Juni zu rechnen. Nach einer langen Raupenphase erfolgt die nächste Verpuppung etwa Ende August. Die anschließend auftretenden Falter legen dann erneut Eier ab. Die sich daraus entwickelnden Larven spinnen sich nach einem kurzen Schabefraß zwischen den Blättern ein und überwintern. Das auffälligste Auftreten der großen Raupen liegt in der Regel in der zweiten Maihälfte und in der ersten Augusthälfte. Je nach Jahreswitterung kann das Auftreten um ein bis zwei Wochen variieren.