Winterbegrünungen

Der sehr trockene Sommer erlaubte kaum eine ganzflächige Begrünung in den Weinbergen. Um die offenen Gassen im Herbst befahrbar zu machen und die Bodenstruktur nachhaltig zu stabilisieren, empfiehlt sich die Einsaat einer Winterbegrünung.

Der Zeitpunkt der Aussaat erstreckt sich von Ende Juli bis Anfang September, wobei ein früherer Termin den Aufwuchs und die Biomasseproduktion deutlich verbessert. Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Aussaat ist jedoch eine gute Durchfeuchtung des Bodens. Ist dies nicht gewährleistet, besteht die Gefahr eines kurzfristigen Auflaufens des Saatguts, ohne dass die Wurzeln in den Boden dringen können und die Keimlinge vertrocknen.

 

Mischungen zur Winterbegrünung

FloraGreen W

Gemisch aus Winterwicken (50%) und Winterroggen (50%)

Klassische und preiswerte Winter-
begrünung zur schnellen Bildung von organischer Masse und N-Fixierung auf auswaschungsgefährdeten Standorten (sandige, flachgründige Böden). Aussaat läuft schnell auf und schützt den Boden über den Winter vor Nährstoffaus-
waschung und Erosion.

Aufwandmenge
Saatstärke ganzflächig: 100 kg/ha
Saatstärke bei Einsaat jeder 2. Gasse: 40 kg/ha

 

FloraGreen W

Gemisch aus Winterwicken (80%) und Ölrettich (20%)

Tiefwurzelnde Begrünung zur Behebung von Verdichtungen auf schweren und zur Verdichtung neigenden Böden (chlorosegefährdete Standorte), sowie zur N-Fixierung durch Leguminosen. Die Pfahlwurzel des Ölrettichs lockert den Boden und schafft Hohlräume, die für eine gute Belüftung des Bodens sorgen.

Aufwandmenge
Saatstärke ganzflächig: 45 kg/ha
Saatstärke bei Einsaat jeder 2. Gasse: 20 kg/ha